Dreihundertfünfundsechzig und ein Text
Dienstag, 5. Mai 2015
Hundertfünfundzwanzig (Wolke)

Sie ziehen so langsam, als wollte ein Gemälde den Betrachter überlisten. Als hätten die Linien, die Farben, die Flächen noch ein Drittes gefunden, zwischen Bewegung und Stillstand, einen ganz neuen Gedanken, Wolke zu sein. So wie ein Atemzug strömt und doch nirgends hinkommt. Wie ein Blick fällt und doch beim Betrachter bleibt. Wenn du aufblickst von dem Gesicht, das du küssen wolltest, ist es, als käme die Wolke noch einmal an den Ort zurück, den sie noch gar nicht verlassen hat. Ein SChwarm Vögel zieht vorbei. Ein Kirchturm gleitet davon und läßt die Wolke stehen. Unterdessen liegt das Land ringsum aufgekratzt, fahrig und leer, wartet auf Schatten.

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Last modified: 06.02.20, 10:44
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Kommentare
Über Straßenbahnfahrten schreiben kann
auch nicht jeder ... (Das heißt. Könnte auch Bus sein.)
Lakritze, vor 10 Jahren
;)
wilhelm peter, vor 10 Jahren
April, April.
Lakritze, vor 10 Jahren
wer weiss
erkennt kalendarische kontexte
wilhelm peter, vor 10 Jahren
Ah, stimmt. Da war
noch eins.
Solminore, vor 10 Jahren
Oh, mehr Baugrubenverse! Schön,
Ihre Distichen.
Lakritze, vor 10 Jahren
grosse gefühle tief gegründet Aus
dem stillen Raume Aus der Erde Grund Hebt sicht wie...
wilhelm peter, vor 10 Jahren
Lesezeichen. Baugrubenlyrik kannte
ich nicht. Mag ich.
Lakritze, vor 10 Jahren
das ist sehr sehr
schön.
don papp, vor 11 Jahren

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