Dreihundertfünfundsechzig und ein Text
Donnerstag, 10. Dezember 2015
Dreihundertvierundvierzig (Hexe)

Sie stehn am Bahnsteig Brust an Brust, gekauert,
wie Pinguinie grübelnd ihre Köpfe
zusammenstecken. Unter Schirmen Schöpfe,
und die Gesichter kältestumm vermauert.

Vom fahlen Eis der Oberleitung schauert
der Strom. Die Bahnen sind gestopft wie Kröpfe,
man haucht einander an, man tritt in Näpfe
aus trübem Naß. Die Strecke dauert, dauert.

Mich aber führen Spuren nach den Feldern,
und bin in Erde warm. Die armen Tröpfe,
sie taugen fürs Geschäft und nicht zu Wäldern.

Ich sammle Stein und Rabenfeder. Zöpfe
von wilden Tieren taugen mir zu Geldern.
Dann hol ich Luft. Bin hellere Geschöpfe.

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Last modified: 06.02.20 10:44
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Kommentare
Über Straßenbahnfahrten schreiben kann
auch nicht jeder ... (Das heißt. Könnte auch Bus sein.)
Lakritze, vor 4 Jahren
;)
wilhelm peter, vor 4 Jahren
April, April.
Lakritze, vor 4 Jahren
wer weiss
erkennt kalendarische kontexte
wilhelm peter, vor 4 Jahren
Ah, stimmt. Da war
noch eins.
Solminore, vor 4 Jahren
Oh, mehr Baugrubenverse! Schön,
Ihre Distichen.
Lakritze, vor 4 Jahren
grosse gefühle tief gegründet Aus
dem stillen Raume Aus der Erde Grund Hebt sicht wie...
wilhelm peter, vor 4 Jahren
Lesezeichen. Baugrubenlyrik kannte
ich nicht. Mag ich.
Lakritze, vor 4 Jahren
das ist sehr sehr
schön.
don papp, vor 5 Jahren

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