Dreihundertfünfundsechzig und ein Text
Mittwoch, 16. Dezember 2015
Dreihundertfünfzig (Kirchen)

brüllen, brüllen. die
reizbaren glocken im turm
löwen im käfig

hinter dem ziffernblatt
die werkstatt des wolkenschwarms
wo zeit gemacht wird

wie kescher kreisen
die zeiger an der turmuhr
fischen nach vögeln

zitternd im spiegel
lernen die fenster sehen
mit wolkenaugen

gräber im schatten
strecken sich nach dem schlußstein
des großen bruders

vor dem glockenstuhl
unbeeindruckt vom lärm der
leise schmetterling

von außen gesund
doch innen glüht das geschwür
der fensterrose

vor dem fundament
nur knapp verfehlt der turmfuß
die flinke schnecke

türme ziehen straff
daß der Himmel nicht durchhängt
über den feldern

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Last modified: 06.02.20 10:44
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Kommentare
Über Straßenbahnfahrten schreiben kann
auch nicht jeder ... (Das heißt. Könnte auch Bus sein.)
Lakritze, vor 4 Jahren
;)
wilhelm peter, vor 4 Jahren
April, April.
Lakritze, vor 4 Jahren
wer weiss
erkennt kalendarische kontexte
wilhelm peter, vor 4 Jahren
Ah, stimmt. Da war
noch eins.
Solminore, vor 4 Jahren
Oh, mehr Baugrubenverse! Schön,
Ihre Distichen.
Lakritze, vor 4 Jahren
grosse gefühle tief gegründet Aus
dem stillen Raume Aus der Erde Grund Hebt sicht wie...
wilhelm peter, vor 4 Jahren
Lesezeichen. Baugrubenlyrik kannte
ich nicht. Mag ich.
Lakritze, vor 4 Jahren
das ist sehr sehr
schön.
don papp, vor 5 Jahren

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