Dreihundertfünfundsechzig und ein Text
Freitag, 18. Dezember 2015
Dreihundertzweiundfünfzig (Nachts im Winterwald)

Die Flügel haben sich gelöst. In schlaffen
Geländen ankert flach die Dunkelheit.
Ein Schillern sieht sich selbst. In Eitelkeit
erstarrt das Eis, läßt sich vom Mond begaffen.

Die Wimper klirrt. Aus Schritten Wege sprießen.
Zwei Schatten recken sich am Bein wie Waffen
zur Meuterei. Aus Pfützen Knie fließen.

Ein Stern das Auge pinnt mit Flüsterspießen.
Nahbei ein Kauz. Gejohl von Geisterpfaffen.
Nicht Heim, nicht Haut. Aus Fingern Fröste schießen.

... Comment

Online for 1919 days
Last modified: 06.02.20 10:44
Status
Sie sind nicht angemeldet
Main Menu
Suche
Calendar
April 2020
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930
Januar
Kommentare
Über Straßenbahnfahrten schreiben kann
auch nicht jeder ... (Das heißt. Könnte auch Bus sein.)
Lakritze, vor 4 Jahren
;)
wilhelm peter, vor 4 Jahren
April, April.
Lakritze, vor 4 Jahren
wer weiss
erkennt kalendarische kontexte
wilhelm peter, vor 4 Jahren
Ah, stimmt. Da war
noch eins.
Solminore, vor 4 Jahren
Oh, mehr Baugrubenverse! Schön,
Ihre Distichen.
Lakritze, vor 4 Jahren
grosse gefühle tief gegründet Aus
dem stillen Raume Aus der Erde Grund Hebt sicht wie...
wilhelm peter, vor 4 Jahren
Lesezeichen. Baugrubenlyrik kannte
ich nicht. Mag ich.
Lakritze, vor 4 Jahren
das ist sehr sehr
schön.
don papp, vor 5 Jahren

RSS feed

Made with Antville
Helma Object Publisher