Dreihundertfünfundsechzig und ein Text
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Mittwoch, 6. Mai 2015
Hundertsechsundzwanzig (Abend nach dem Wandern)

Sieben Meilen zählt noch das Licht. Die Dörfer
schlagen sich schon auf die Seite des Abends.
Einarmig stützt sich der Himmel auf einen
Rasenfleck, fern, hoch oben, wo
es eng wird von Aussichten, nur einen
Atmezug von den Vögeln
entfernt, wo das Land fliegen übt.
In einem Kreis aus Kranichstimmen hält
der Horizont die Hand auf, und die Hügel
lassen sich darauf nieder, mühelos, wie alte
Yogameister.
Die Sonne streckt eine Feder übers Ufer,
und das Wasser richtet sich daran auf, schnappt
nach Schatten, schlägt
Wurzeln im Wind, und das Licht
zieht die Stiefel aus, denkt sich etwas
aus Samt, macht sich
auf Zehenspitzen davon.

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Last modified: 06.02.20, 10:44
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Kommentare
Über Straßenbahnfahrten schreiben kann
auch nicht jeder ... (Das heißt. Könnte auch Bus sein.)
Lakritze, vor 11 Jahren
;)
wilhelm peter, vor 11 Jahren
April, April.
Lakritze, vor 11 Jahren
wer weiss
erkennt kalendarische kontexte
wilhelm peter, vor 11 Jahren
Ah, stimmt. Da war
noch eins.
Solminore, vor 11 Jahren
Oh, mehr Baugrubenverse! Schön,
Ihre Distichen.
Lakritze, vor 11 Jahren
grosse gefühle tief gegründet Aus
dem stillen Raume Aus der Erde Grund Hebt sicht wie...
wilhelm peter, vor 11 Jahren
Lesezeichen. Baugrubenlyrik kannte
ich nicht. Mag ich.
Lakritze, vor 11 Jahren
das ist sehr sehr
schön.
don papp, vor 11 Jahren

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