Dreihundertfünfundsechzig und ein Text
Montag, 16. November 2015
Dreihundertzwanzig (Nachtwanderung)

Ein Weg krümmt sich
in sich selbst zurück, geblendet
vom Lampenlicht, ertappt
wie ein geflohener Sträfling.
Springt zurück ins Dunkel, wo
vielleicht Verstärkung zu holen wäre.

Die Weiden wackeln, als rüttle
ein riesiges Tier an den Wurzeln.

Etwas Ungeheuerliches geht
vielleicht vor sich. Ein schweigender
Umbau im Schutze der Finsternis.
Lautlos gleitet ein Hügel vor die Sterne.

Plötzliches Schweigen, als lausche
die Nacht, ob jemand wach geworden ist.
Ein Summen nimmt langsam zu, man weiß
nicht, woher. Dann

knackt die Finsternis einmal leise
wie im dunklen Vorführraum
der lauernde Strom in den stummen Boxen.

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Last modified: 06.02.20, 10:44
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Kommentare
Über Straßenbahnfahrten schreiben kann
auch nicht jeder ... (Das heißt. Könnte auch Bus sein.)
Lakritze, vor 6 Jahren
;)
wilhelm peter, vor 6 Jahren
April, April.
Lakritze, vor 6 Jahren
wer weiss
erkennt kalendarische kontexte
wilhelm peter, vor 6 Jahren
Ah, stimmt. Da war
noch eins.
Solminore, vor 6 Jahren
Oh, mehr Baugrubenverse! Schön,
Ihre Distichen.
Lakritze, vor 6 Jahren
grosse gefühle tief gegründet Aus
dem stillen Raume Aus der Erde Grund Hebt sicht wie...
wilhelm peter, vor 6 Jahren
Lesezeichen. Baugrubenlyrik kannte
ich nicht. Mag ich.
Lakritze, vor 6 Jahren
das ist sehr sehr
schön.
don papp, vor 6 Jahren

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